Babys in Tragetüchern

Babys in Tragetüchern

Babys in Tragetüchern oder Tragehilfen – eng an den Körper der Eltern geschmiegt – sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Immer öfter können wir sie zufrieden schlummernd, oder etwas größer mit wachen Augen ihre Umwelt erkundend, sicher aufgehoben am Körper der Erwachsenen sehen.
Das Getragenwerden bedeutet für das Baby Sicherheit, Rhythmus und Geborgenheit. Der Körperkontakt ist für sie nachweislich lebensnotwendig. Kinder, die getragen werden, weinen oft weniger und sind in der Regel zufriedener als Kinder, die nicht so oft und so intensiv körperliche Nähe erhalten. Die gespreizte und angehockte Stellung der Beinchen in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe hat außerdem eine positive Auswirkung auf die Entwicklung der Hüfte.

In vielen Ländern, wie zum Beispiel Japan, Indonesien und etlichen Gebieten Afrikas, ist es bis heute selbstverständlich die Kinder gut gebunden am Körper mit sich umher zu tragen. Bei uns allerdings musste das Tragen in den 70er Jahren erst wieder in Erinnerung gerufen werden, obwohl in unserer Kultur auch schon getragen wurde.
Doch nicht alle Tragetücher oder Tragehilfen sind empfehlenswert. Das Material sollte immer frei von Schadstoffen und speichelecht sein. Falsches Tragen kann die Entwicklung von Rücken und Hüfte der Kinder beeinträchtigen und auch den Rücken der Träger in Mitleidenschaft ziehen. Es ist ganz wichtig, dass gerade bei Babys, die noch nicht stabil sitzen können, der Rücken und der Kopf gestützt werden. Bei Tragetüchern sollte der Stoff diagonal dehnbar und somit elastisch sein. Baby-Tragetücher, die in der sogenannten Kreuz -köperbindung gewebt sind, erfüllen diesen Anspruch in jedem Fall. Das Binden der Baby-Tragetücher ist zu Beginn nicht ganz einfach. Eine detaillierte Trageanleitung oder aber der Besuch einer Trageberaterin sind sehr hilfreich. Viel Wissenswertes zum Tragen finden Sie zum Beispiel beim Tragespezialisten Hoppediz.

Beim Tragen von Babys sind die folgenden Dinge positiv hervorzuheben:

  • Das Kind spürt die Wärme und den Herzschlag der Eltern
  • Eine weiche Umhüllung sorgt für Wohlbefinden und Entspannung
  • Die anatomisch wichtige Spreiz-Anhockhaltung unterstützt die Hüftreifung optimal
  • Durch die Bauch-an-Bauch-Haltung bei den kleineren Kindern kommt es zu einer sanften Massage
  • Ein beruhigender Rhythmus durch die ständige Bewegung fördert den Gleichgewichtssinn der Babys
  • Die Kleiner erleben weniger Aufregung uns Stress
  • Das Gefühl am sichern Ort, nämlich dem Körper der Eltern gut aufgehoben zu sein, unterstützt das Urvertrauen und somit langfristig auch das Selbstvertrauen unserer Kinder

Damit all dies gut gelingt und auch die Eltern das Tragen ohne Verspannungen und Rückenschmerzen genießen können, sind beim Kauf eines Tragetuchs oder einer Tragehilfe folgende Merkmale wichtig:

  • Ein breiter, verstellbarer Steg zwischen den Kniekehlen des Babys sorgt für die gewünschte Spreiz-Anhockhaltung und verhindert das Herunterhängen der Babybeinchen
  • Der natürliche Rundrücken des Babys sollte immer unterstützt werden, bei kleineren Kindern muss auch der Kopf eine Unterstützung haben
  • Tragetücher sollten diagonal dehnbar  und somit etwas elastisch sein
  • Tragetücher und Tragehilfen sollten grundsätzlich aus geprüftem, schadstofffreiem Material bestehen
  • Bei so genannten Komforttragehilfen ist darauf zu achten, dass der Hüftgurt für den Träger stufenlos verstellbar und die Schultergurte gut gepolstert sind, um den Rücken der Eltern zu entlasten und das Gewicht optimal zu verteilen
  • Tragehilfen und Tragetücher müssen immer eng am Körper sitzen

Quelle Foto: © Hoppediz.de