Freud und Leid so nah – Der Baby Blues!

Baby Blues - Frau mit melancholischem Blick - Pflasterkoffer

Es ist so berauschend, großartig und unbeschreiblich als auch erschöpfend, ängstlich und kraftaufreibend sein Baby zur Welt zu bringen. Es macht uns unendlich glücklich aber es verändert von einer Sekunde auf die andere unser Leben auf eine Art und Weise wie wir es uns nie hätten vorstellen können. Doch kurz nach der Geburt (ob nun spontan Entbunden oder Kaiserschnitt) erleben viele Frauen eine postpartale Stimmungskrisen oder besser bekannt als den „ Baby Blues“.
Was ist der Baby Blues?
Viele Mütter werden weinerlich und launisch, oft verstehen diese Frauen selber nicht was mit ihnen los ist. Aber warum ist das so?
Der Baby Blues hat etwas mit der Hormonellen Umstellung nach der Entbindung zu tun die drei bis vier Tage nach der Geburt eintreten kann. Das große Ereignis der Geburt ist geschafft, die Anspannung der letzten Tage lässt nach und so fühlt sich die Zeit danach emotionaler an. Auch die Rückkehr in den Alltag mit dem Baby kann nochmal das Gefühl der Unsicherheit verstärken und weinattacken auslösen.
70% der Frauen leiden kurz nach der Geburt darunter ebenso wie 4% der Männer. Energiemangel, Traurigkeit, inneres Leeregefühl und Schuldgefühle können sich breit machen.

Wie lange dauert dieser an?
Der eigentliche Baby Blues hält normalerweise nur ein paar Tage an. Es ist aber völlig normal das dieses Gefühlschaos bis zu zwei Wochen nach der Geburt anhält. In seltenen Fällen gehen die Symptome länger. Viele Mütter realisieren erst zu Hause das „ich bin jetzt tatsächlich Mutter“. Das kann beim ersten Kind schon sehr beängstigend sein.

Wie kann mein Partner/Familie helfen?
Das Beste was Sie als Partner oder Familie tun können ist, die frische gebackene Mutter immer wieder trösten und ihr beistehen. Sie aufmuntern und entlasten, z.B. mit einem persönlichen Glückskeks. Ihr nicht einreden ala „sie soll sich nicht so anstellen“. Das kann durchaus ins Gegenteil führen und das ganze noch schlimmer machen. Hören sie einfach zu, und sagen ihr immer wieder das sie eine tolle Mutter sein wird. Organisieren Sie als Partner die Familienbesuche oder sagen sie diese ab wenn sie merken es ist gerade alles zu viel. Lassen sie ruhig die frischen Großeltern einen Teil der Hausarbeit übernehmen oder Einkäufe, das entlastet zusätzlich.
Das Lieblingsessen oder die Lieblingsblumen können auch Wunder bewirken. Versuchen Sie Stress zu vermeiden und schieben Sie lieber die Babybesuche ein paar Tage nach hinten bis Sie sich als Mutter wieder kräftig und bereit dazu fühlen.

Quelle Foto: Antje Knepper © Pixelio