Schwangerschaft, Ernährung und Wohlbefinden

Schwangerschaft, Ernährung und Wohlbefinden

„Du“, sagt sie mit verträumtem Blick zu ihm, lächelt und stellt ein winziges Paar Schuhe vor ihn auf den Tisch. Kennen Sie das irgendwo her? Das bekannt werden einer Schwangerschaft ist ein wundervoller, glücklicher Augenblick.

Während dieser Zeit kommen viele neue Eindrücke und Emotionen auf die werdenden Eltern zu, auch die Frage: „Wie sollte die Schwangere sich ernähren? Was brauchen das wachsende Kind und die Mama?“ Hier unterteilen wir in 3 Phasen.

Ernährung in der Frühphase: 1.-3. Monat
In dieser Zeit erfolgt die Anpassung des Körpers an die neue Stoffwechsellage. Veränderungen der Gemütslage und eventuelle Übelkeit können die Folgen sein. Gegen die Übelkeit ist ein Ingwertee (auch kalt) ein gutes Mittel.
Ansonsten braucht der Körper noch nicht wesentlich mehr Energie. Der durchschnittliche Energiebedarf bei einer Frau liegt etwa um die 2.000 kcal pro Tag.

Ernährung in der Mitte der Zeit: 4.-8. Monat
Ab jetzt kommt es bei den meisten Frauen zu einer Gewichtszunahme und damit auch zu einem höheren Energiebedarf (etwa 300-500 kcal pro Tag mehr).
Ein zirka 20%iger höherer Eiweißbedarf und ein höherer Bedarf an Vitaminen, Sekundären Pflanzenstoffen und Mineralien werden erforderlich. Gute Eiweißlieferanten sind Hülsenfrüchte, Samen, Nüsse, Salate, grünes Gemüse und Milchprodukte. Der Kochsalzverbrauch liegt nun bei 5-7g am Tag.
Die erhöhten Eiweiß- und Salzportionen sind enorm wichtig, damit es während der Schwangerschaft nicht zu einer Gestose kommt. Was die meisten Frauen nicht wissen. Gestose wird durch eine Unterversorgung mit Salz, Eiweiß und Kohlenhydraten gefördert.
Ernähren Sie sich deshalb ausgewogen und typgerecht und essen ausreichend, sowie regelmäßig.

Ernährung in der Endphase: 4-6 Wochen vor der Geburt
In diesem Zeitraum ist die Belastung für die Schwangere am Größten. Die intensive Vorbereitung auf die Geburt beginnt. Die Nahrungsmenge geht auf Grund des Bauchumfanges leicht zurück. Essen Sie leichte, frische Lebensmittel in mehreren kleinen Mahlzeiten/ Portionen über den Tag verteilt. Das entlastet Ihre Organe.

Ödeme in der Schwangerschaft:
Sie sind natürliche Flüssigkeitspolster für die Geburt und die Stillzeit und treten eher abends auf. Wenn Ödeme bereits morgens vorhanden sind, können diese Vorboten einer Stoffwechselstörung sein bzw. kann die Schwangere dann zu wenig Salz und Eiweiß im Blut haben.

Tipps und Tricks:
Um den Salzbedarf zu decken, können Sie 2-3 Tassen Brühe trinken. Das bringt das Salz schnell in die Gefäße zurück. Empfehlenswert ist auch das Trinken von salzhaltigem Wasser. Hierzu können Sie Leitungswasser mit Salz versetzen, so dass es für Sie noch gut trinkbar ist.

Ihr Körper braucht zum Aufnehmen von Eisen aus den Pflanzen immer Vitamin C. Deshalb achten Sie darauf, dass Vitamin C ständig in Ihrer Nahrung dabei ist. Also, Hirse mit Obst und Salat mit Zitrone im Dressing.

Zu jeder Zeit der Schwangerschaft sollte eine gute Versorgung mit Vitamin B12 gegeben sein, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Ungeborenen zu vermeiden. Vitamin B12 finden Sie in Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Eigelb und Bierhefe. Wer sich vegetarisch ernährt sollte deshalb ein Vitamin B12 Präparat einnehmen. Sprechen Sie vor der Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt.

Ich wünsche Ihnen eine unbeschwerte, erlebnisreiche, spannende und einmalige Schwangerschaft und Geburt

und verbleibe mit Herzlichen Grüßen, Ihre Marion Held
Ernährungsberaterin für Kinder und Wellness Trainerin

Wir danken Marion Held ganz herzlich für den tollen Beitrag. Wenn Sie mit Frau Held persönlich in Kontakt treten möchten, können Sie sie über Ihr Xingprofil oder per Email erreichen.