Tag der vermissten Kinder 2012

Tag der vermissten Kinder 2012

Was könnte ein größerer Horror sein, als sein Kind zu vermissen? Nicht zu wissen, wo es ist, bei wem, was mit ihm passiert ist? Vielen Eltern in Deutschland ergeht jedes Jahr dieses Schicksal, da jährlich über 100.000 Kinder und Jugendliche verschwinden.

1983 wurde von US-Präsident Ronald Reagan der Gedenktag der vermissten Kinder eingeführt und wird seither am 25. Mai eines jeden Jahres gehalten. Seit 2003, ein Jahr nachdem 2002 der Gedenktag auch in Europa eingeführt wurde, richtet die Elterninitiative vermisste Kinder diesen Tag in Deutschland aus. Die Elterninitiative hilft Betroffenen bei Ihrer Suche und Ihrer Verzweiflung und hat die Aktion „Deutschland findet Euch“ ins Leben gerufen, für die eigens eine Fanseite auf Facebook eingerichtet wurde.

Wir möchten Eltern und alle Anderen ermutigen, mehr die Augen offen zu halten und somit eine „Erste Hilfe“ der anderen Art zu leisten. Jeder der Kinder hat, weiß, dass man nicht immer neben seinem Kind stehen und festhalten kann. Aber wir kennen oft die Kinder in unserer Nachbarschaft, wenn auch nur vom Sehen, wie reagieren wir, wenn wir dieses Kind auf einem Mal mit einer uns unbekannten Person sehen? Sprechen wir diese an? Einfach kurz nachfragen, mit wem das Kind gerade unterwegs ist. Das kann in mancher Situation schon sehr hilfreich sein.

Bei kleineren Kindern können auch Namensbänder helfen, sodass fremde Personen helfen können, wenn Sie ein Kind finden und dieses möglichst schnell wieder in sein sicheres Zuhause zurückkommt. Aber auch Initiativen wie z. B. in Erlangen die „Helfielfi“, ins Leben gerufen vom Perlenmarkt Schulze, wo ein Aufkleber der „Helfielfi“ an die Schaufenster geklebt wird und so Kinder in Not wissen, dass Sie sich an das Personal des Ladens wenden können. Die Not, in der die Kinder sind, können ganz unterschiedlicher Art sein, wie z. B. kleine Verletzungen, Verlaufen, verlorenes Portemonnaie, Angst vor Prügel oder Bedrängnis. Leider finden solche Initiativen nicht überall einen so guten Anklang und darum finden wir es klasse, wenn es dann doch einmal geklappt hat.

Damit wir uns aber nicht in Angst verstecken müssen, möchten wir gerne alle ermutigen, auch in Zukunft aufmerksam auf Kinder zu achten und gegebenenfalls wirklich einmal nachzufragen, einzuschreiten und zu helfen, auch wenn es vielleicht einmal falsch ist, ist doch immer noch besser als einmal zu wenig.