Babys Trotzphasen – wie gehe ich damit um?

Babys Trotzphasen – wie gehe ich damit um?

Schon Babys können schnell Wütend werden, wenn es nicht so läuft wie sie es gerne möchten. Aber wie gehe ich am besten damit um? Die Trotzphase ist für Eltern eine sehr anstrengende Phase und kann schon mal an die Substanz gehen. Allerdings stellt diese Phase einen ganz wichtigen Schritt in der Entwicklung Ihres Babys dar. Ihr Baby entwickelt dadurch seine eigene Persönlichkeit. 

 

Gründe warum Ihr Baby trotzig reagieren könnte:

  • Unerfüllte Bedürfnisse: Eine ganz typische Situation in dem Ihr Baby schon einmal einen kleinen Wutanfall bekommen kann ist, wenn es etwas nicht bekommt was es gerade haben möchte z.B. ein Spielzeug, einen Keks oder Mamas Trost.
  • Das Zeitgefühl: Babys und Kleinkinder haben noch kein Zeitgefühl. Ihr ganzes Empfinden spielt sich im Hier und Jetzt ab. Und das kann so einen kleinen Menschen schon einmal sehr wütend machen. Typisch ist das oft beim Essen, wenn die Mahlzeit oder das Fläschchen noch ein paar Sekunden braucht und Ihr Baby das als gefühlte Ewigkeit empfindet.
  • Das Böse „Nein“ und Verbote: Schon im Alter von 12 Monaten werden Verbote von Mama und Papa nicht mehr akzeptiert. Die Folge: Wut, Trotz und Tränen. Z.B. möchte Ihr Baby an die Steckdose fassen, ist ja auch super Interessant und in Reichweite. Sie erwischen es dabei, setzen es weg und sagen „Nein, Nein das ist kein Spielzeug“ und schon fließen Tränen und Ihr Baby wird wütend.
  • Eigenständigkeit Ihres Babys: Der Wunsch etwas alleine zu schaffen, und doch funktioniert es noch nicht. Ihr Baby möchte sich z.B. an der Couch hochziehen und versucht es immer und immer wieder. Aber es funktioniert noch nicht richtig. Dies kann auch ein Grund für einen kleine Trotz und Wutattacke sein.

Wie kann ich auf solche Phasen reagieren?

Wenn es um das „Habenwollen“ geht, ist die Lösung recht einfach: Sie geben entweder nach und Ihr Baby bekommt das was es möchte z.B den Keks oder das Spielzeug. Oder Sie versuchen es abzulenken. Das geht bei Babys recht einfach und ist erfolgversprechender als der Versuch ihm etwas zu erklären warum etwas ausgehändigt wird.

Reagieren Sie auf die Wut Ihres Baby niemals mit Wut. Babys und Kinder sehen in uns Vorbilder, auch dann wenn wir selber Wütend sind. Wir verunsichern so eher unseren Nachwuchs satt zu helfen. Auch ignorieren ist eher untauglich, und löst eher Verzweiflung bei Ihrem Baby aus.

Und dennoch muss uns klar sein, dass es in der Erziehung eine Hierarchie gibt. Setzen Sie Grenzen wo diese unvermeidlich sind. Vor allem dort, wo sich Ihr Baby in Gefahr bringt, wie z.B. an einer ungesicherten Treppe, Steckdose oder Besteck. Ein deutliches „Nein“ und konsequentes Verhalten ist dabei eine gute Lösung.

Das wichtigste ist, das man erkennt, das Ihr Baby es nicht „böse“ meint und Sie auch nicht ärgern will. Es ist ein wichtiger Prozess in seinem Leben 🙂

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