Trotzphasen bei Kleinkindern überstehen

IMG_0765 (Kopie)Zwei Jährige Kinder sind unberechenbar. Viele Eltern wissen und kennen das. „Ich will nicht“, „Bett gehen, nein!“ und „Doch, ich will aber!“ wechseln minütlich. Stressige Zeiten stehen bevor. Aber wie übersteht man gelassen diese Dickschädelphasen? Wir haben hier ein paar Tipps für Sie:

Sie kennen diese Situationen? Ihr Kind wirft sich brüllend im Supermarkt auf den Boden weil es unbedingt die Bonbons haben möchte, Sie aber das böse „Nein-Wort“ verwendet haben? Oder Ihr 2 Jähriger macht eine gewaltige Szene in der U-Bahn, weil er gerne auf den Polstern rumturnen möchte, Sie ihn aber nicht lassen? Jedes Elternteil kennt das.
Aber trösten Sie sich! Das Trozen ist eine gute Eigenschaft und wichtig für die kindliche Entwicklung.

  • Trotzphasen sind gut für das Selbstbewusstsein. Kinder die viel Trozen sind von ihren Ideen sehr überzeugt. Wer wünscht sich das nicht? Die „Ich-Stärke“ wird so sehr ausgeprägt.
  • Kinder Trozen nur bei Menschen bei denen sie sich sehr wohl fühlen. Ihre Mutter-Kind Bindung ist also sehr innig.
  • Ihr Kleinkind will sich damit weder ärgern noch blamieren. Es ist einfach nur enttäuscht weil es sich etwas in den Kopf gesetzt hat und es aber nicht funktioniert. Kinder können mit solchen Emotionen noch nicht richtig umgehen.

Lassen Sie ihr Kind ruhig mal machen:
Ihr Kind ist in solchen Phasen ganz schön anstrengend. Aber bremsen Sie es nicht all zu sehr aus. Ein zu häufiges „Nein“ hält das Selbstwertgefühl klein. Lassen Sie es ruhig einfach mal machen und Dinge ausprobieren z.B. Schuhe verkehrtherum anziehen, eine Banane mit Schale essen ect. Riskante Dinge stehen gar nicht zur Diskussion und müssen verboten werden. Verletzten sollte sich dabei niemand.

Vorausschauend Denken:
Vermeiden Sie bereits im Vorfeld Eskalationen. Wenn sich immer um das selbe Buch gestritten wird, räumen Sie dies am besten für ein paar Tage weg! Eskaliert es im Supermarkt immer am Süßigkeitenregal, „umfahren“ Sie dies und nehmen Sie die Abkürzung durch die Nudelabteilung!
Halten Sie dennoch Familienregeln auch in solchen Phasen ein. „Es wird kein Familienmitgleid gehauen“ oder „es bleiben alle am Tisch, bis der letzte gegessen hat“ usw.

21, 22, 23… Pause!
Bleiben Sie gelassen! Ja, das sagt man so leicht. Aber schreien und brüllen bringt in solchen Phasen nichts, es macht es nur noch schlimmer. Diese Machtkämpfe zwischen Eltern und Kind sind völlig normal und trösten Sie sich, es geht auch anderen Eltern ganz genauso!
Daher unser Tipp:

  • Tiefein,- und Ausatmen und langsam bis 20 zählen!
  • Den Raum verlassen!
  • Kurz an die frische Luft gehen!

Nach einer heftigen Trotzphase ist es wichtig sein Kind in den Arm zu nehmen und ihm Nähe zu vermitteln und zu zeigen das man Verständnis für sein Verhalten halt. Dies ist wichtig. Bestrafen Sie es nicht dafür. Andere Kinder mögen danach gerne in Ruhe gelassen werden, akzeptieren Sie dies auch.