Wie lange sollten Kinder im Ehebett schlafen? – Pro und Kontra für das Familienbett

Wie lange sollten Kinder im Ehebett schlafen? – Pro und Kontra für das Familienbett

Wo soll mein Baby schlafen? Eine Frage, die viele Eltern nach der Geburt Ihres Sprösslings beschäftigen und verunsichern. Was ist das beste für mein Baby? Bin ich eine Rabenmutter wenn ich es früh in seinem Zimmer schlafen lasse, oder eine „Glucke“ wenn ich es nicht aus dem Elternbett verbanne?

Viele Mütter haben das Bedürfnis Ihrem Baby ganz nah zu sein, um jeden noch so kleinen Schnaufer oder Husten als mögliche Gefahr abzuwehren und um sicher zu gehen das alles in Ordnung ist. Anderseits möchte man sein Kind so früh wie möglich abnabeln und zur Selbstständigkeit erziehen.
Sprüche wie „Du wirst dein Kind verziehen“ oder „es wird ein Mama-Kind werden“ kennen viele daher nur zu gut. Was ist daher der richtige Weg?

Nachts werden gerne die Prinzipien über Bord geworfen!

Wenn nächtlich der Nachwuchs am Elternbett steht und nach Mama oder Papa ruft, werden die „harten Prinzipien“ die am Vorabend noch besprochen wurden, schnell mal gerne über Bord geworfen. Im Hinterkopf weis man das er Wecker in zwei Stunden klingelt und man ist viel zu müde um jetzt eine Diskussion mit dem Nachwuchs anzufangen, warum es wichtig ist im eigenen Bett zu schlafen. 58 Prozent der Frauen, fast jede zweite Mutter nimmt Nachts ihr Kind mit zu sich ins Bett wenn es aufwacht.

Ist es wichtig am Ball zu bleiben?

Ja, wenn man sein Kind an das eigenen Bett gewöhnen möchte. Sicherlich wird es ein hartes stück Arbeit Nacht für Nacht mit seinem Kind an der Hand über den nächtlichen Flus zu Wandern und es wieder in sein Bett zu legen. Bleiben Sie dabei ruhig, bringen Sie ihr Kind ins eigene Bett und geben ihm einen guten Nachtkuss und ziehen Sie sich dann zurück ins Schlafzimmer. Es wird nicht selten vorkommen das Sie das gut und gerne 10x pro Nacht machen müssen, aber es wird besser.

Ist schlafen im Elternbett ein Risiko?

Ja, für Babys und Kleinkinder bis 1,5 Jahre. Eine schwer Decke und zwischen zwei warmen Körper kann ein Baby schnell überhitzen. Dies gilt als eine der häufigsten Ursachen für den plötzlichen Kindstod! Versehentlich ist es auch schon Eltern passiert, dass sie sich, ohne es zu merken, auf Ihr Baby gerollt haben und es dabei schwer verletzt haben. Hinzu kommt noch die gestörte Nachtruhe. Schläft das Baby im Bett nehmen Eltern jede Bewegung, jedes Schniefen wahr und kommen selbst kaum zum erholten Tiefschlaf.

Bei Babys und Neugeborene ist zu empfehlen ein eigenes Bettchen neben dem Elternbett aufzustellen. Die sogenannten Beistellbettchen sind eine praktische Lösung, vor allem für Stillende Mütter. So ist das Baby ganz nah bei Ihnen und kann problemlos versorgt werden. Und eine Überhitzung oder Zerquetschung im Elternbett ist ausgeschlossen.

Der Umzug ins eigene Reich

Experten empfehlen mit etwa einem Jahr das Kind ans eigene Zimmer bzw. Bett zu gewöhnen. Dabei fließen schon gerne einmal Tränen und es kann einige Tagen dauern bis sich das Kind daran gewöhnt hat. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern! Kinder merken schnell wenn Ihre Eltern das Ruder nicht mehr in der Hand haben und nutzen gerne die Gelegenheit aus um den „Chef“ zu spielen.

Ein Abendritual erleichtert das zu Bett gehen ebenfalls. Lesen Sie gute Nacht-Geschichten vor oder Kuscheln Sie nochmal besonders lange zusammen im Bett des Kindes. Schenken Sie zum Beispiel Ihrem Kind für jede Nacht das es im eigenen Bett geschlafen hat, einen Leuchtstern für die Wand. Diese ungiftigen Leuchtsticker glimmen noch im Dunkeln nach und haben eine beruhigende Wirkung. Auch ein Stofftier als Glücksbringer und Beschützer für die Nacht ist eine schöne Idee. Oder ein Kissen aus dem Elternbett das so schön nach Mama und Papa riecht kann oft helfen.

Fazit: Ob und wie lange Sie ihr Baby oder Kind bei sich schlafen lassen, ob Sie eher dazu neigen es früh abzunabeln oder ob Sie lieber ein Familienbett haben möchten, liegt bei jedem selbst. Wichtig ist, der Partner muss mit der Entscheidung ebenfalls einverstanden sein. Reden Sie also erst mit Ihrem Partner über ein solches Vorhaben. Denn die Ehe sollte unter so einer Entscheidung nicht darunter leiden müssen, noch sollte ein Partner die Nächte auf der Couch verbringen weil kein Platz im Bett ist oder der Nächtliche Schlaf gestört wird.