Windeln ade…

Töpfchen, Sauberkeit, Klo

Ein großer Schritt im Leben Ihres Kindes. Der Übergang von der Windel zum Töpfchen! Allerdings kann dies auch ein langer Weg für Eltern und Kind sein. Die Sauberkeitserziehung erfordert jede Menge Zeit und Geduld. Dabei kann es immer wieder zu Rückfällen kommen und Ihre Geduld auf eine harte Probe gestellt werden.

 

Aber wie kann ich mein Kind dabei unterstützen? Und kann ich dabei auch Fehler machen?

Wichtig ist, nicht zu früh mit dem Töpfchen beginnen. Jedes Kind braucht notwendige Fähigkeiten um aufs Töpfchen zu gehen. Man spricht auch von sogenannten „magischen Alter“ bei Kindern, dass so zwischen zwei und zweieinhalb Jahren beginnt. Kinder sind in diesem Alter emotional und Körperlich in der Lage das Töpfchen Thema umzusetzen und auch den damit verbundenem „Druck“ nachzugehen. Beginnt man nun zu früh mit dem Töpfchen-Training können die Kinder dies oft nicht gut im Kopf umsetzten und brauchen daher viel länger um Trocken zu werden. Daher gibt deinem Kind ruhig noch etwas Zeit bis es anfängt Interesse an diesem Thema zu zeigen.

Es gibt aber auch Ausnahmen die völlig normal sind. Es gibt beispielsweise Kinder die erst mit vier Jahren soweit sind andere sind bereits mit zwei schon trocken.

Auch sollten Sie dabei Stress vermeiden. Wenn Sie zum Beispiel mit dem Töpfchen-Training beginnen während Sie eine stressige Arbeitswoche hatten, ein Umzug bevor steht oder gar das Geschwisterkind frisch auf die Welt gekommen ist, sind die Erfolgsaussichten dafür schlecht. Ihr Kind braucht einen geregelten Tagesablauf um das Trocken werden darin einzubauen. Große Veränderungen in der Gewohnheit können sonst schnell zu Rückschritten in der Entwicklung führen. Beginnen Sie also mit dem Training wenn Sie entspannt sind und Ihr Tagesablauf gut läuft.

Üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus, wenn es nicht so läuft wie Sie es gerne hätten. Wenn dein Kind an diesem Thema noch kein Interesse zeigt, ist es vielleicht emotional noch nicht soweit und braucht noch ein wenig Zeit dafür. Druck kann schnell ins Gegensätzliche umschlagen und zu Verstopfung oder Unterdrückung des Harndrangs führen. Lass also dein Kind selber das Tempo bestimmen. Unterstützen kannst Du es dabei mit Geschichten und Bilderbüchern, die das Training mit dem Töpfchen bildlich darstellen. Es kann auch hilfreich sein, selbst zum Vorbild zu werden und sein Kind immer mit zu jedem Toilettengang zu nehmen und es zusehen zu lassen. So lernen Sie das der Töpfchengang ein ganz normaler Bestandteil der Familie ist und auch Mama und Papa das machen.

Bestrafen Sie Ihr Kind nicht! Wenn Ihr Kind das Töpfchen verweigert oder gar in die Hose macht ist das völlig normal zu beginn. Es wird sich noch öfter Einnässen oder etwas daneben gehen. Bleiben Sie dabei ruhig und gelassen, ziehen Sie ihr Kind um und versuchen Sie es erneut. Egal wie frustriert Sie auch sind. Selbst wenn in der Nacht Ihr Kind nass ist, sollten Sie ein großes Thema daraus machen. Bestrafung führt meistens nur zum Gegenteil und schädigt das Selbstbewusstsein und es bekommt vielleicht Angst vor dem Töpfchen und verweigert sich komplett.

Setzten Sie sich nicht unter Druck. Egal was andere in Ihrem Bekanntenkreis, Verwandte, Eltern oder die Schwiegerelter dazu meinen. Viele Theorien von Früher sind bereits veraltet und die Methoden der Sauberkeit haben sich in den letzten 50 Jahren stark verändert. Auch wenn Ihr Nachbar stolz behauptet das sein Kind bereits mit eineinhalb Trocken wäre. Lassen Sie sich auf keinen Fall beirren. Sie verfolgen Ihren ganz eigenen Plan und ihr ganz eigenen Tempo. Und es wird Ihnen auch gelingen 🙂
Es gibt auch ein paar kleine Tricks die helfen damit dein Kind sauber wird.

  • Loben, Loben und nochmals Loben! Nichts ist besser als sein Kind darin zu bestätigen was es gerade gut gemacht hat. Erinnern Sie Ihr Kind immer wieder daran wie toll es gerade auf dem Töpfchen war und wie „groß“ es jetzt schon ist weil es das alleine geschafft hat.
  • Auch kleine Belohnungen wie zum Beispiel ein Sticker sorgen für gute Laune und erhöhen den Effekt es das nächste mal erneut zu schaffen.
  • Sorgen Sie für die richtige Kleidung. Oft muss es bei den Kleinen sehr schnell gehen. Da sind Knöpfe, Gürtel oder Schnalle sehr hinderlich. Ziehen Sie Ihr Kind in dieser Übungszeit lockerer an. Hosen mit Gummibund die schnell zum runterziehen sind, sind dafür ideal.

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Quelle Foto: © Emergency doc